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Mittwoch, 21. April 2010

Krankomat-Live-Blog Teil 11: Krankenhausblues

Premiumpatientin hat heute den Krankenhausblues. Allein in ihrem (dank eines vermeintlichen Keimbefalls) Einzelzimmer, ein bisschen mit Drogen vollgepumpt, kommen ihr tiefgruendige Fragen in den Sinn. Wie wird mein Leben, wenn ich dieses Krankenhaus verlasse? Werde ich mich einsam fuehlen, wenn ich meinen Infusionsstaender nicht mehr brauche? Was soll ich ohne meine taegliche Massage machen, die ich mir habe ansetzen lassen? Und ohne Klingel am Bett? Apropos Bett: Niemand mehr, der mein Bett macht? Wie soll ich das nur aushalten? Und die netten Pfleger und Schwestern, die immer wieder vorbeischauen, und mir leckeres Essen oder neue Pillen oder sowas bringen. Und die kleinen Ausfluege, die ich manchmal machen darf, wo ich mich dann in lustige Roehren legen darf oder man mir Glibber auf den Bauch spritzt.
Veraengstigt fragt Premiumpatientin den Arzt, der ein bisschen aussieht wie Baktus von "Karius und Baktus": "Wann werde ich entlassen?"
Baktus: "Das kann noch dauern"
Premiumpatientin atmet auf. Aber eigentlich beginnt jetzt erst der richtige Krankenhausblues (oder dann, wenn Premiumpatientin nicht mehr high ist).

Mittwoch, 27. Januar 2010

Krankomat Live-Blog Teil 1: Willkommen im Krankenhaus

Willkommen, willkommen. 
Danke, danke, dass Sie sich wieder für unser Haus entschieden haben. Wir sind hier nicht im Hotel. Man erwartet von Ihnen, dass sie sich nicht beklagen. Das Bett wird auch nicht bequemer, im Gegenteil, das Bett wird wahrscheinlich nie wieder so eine gute Qualität aufweisen wie jetzt. Denn die Qualität von ohnehin schon schlechten Matratzen steigt nicht etwa mit ihrer Abnutzung (Mix von wegen "die schläfst sich noch ein!" oder "das beste Alter für eine Matratze sind 30 Jahre.")
Sprechen Sie Ärztinnen nicht mit Schwester an, das könnte einen frauenpolitischen Eklat zufolge haben. Pfleger sollte man nie als Herr Doktor betiteln, den Oberarzt nicht als Student und die Schwester nicht als Putzfrau (oder als Uschi, Mutti etc.), alles abgrundtiefe Beleidigungen.
Bitte orientieren Sie sich an den Kittelfarben:
Arzt = weiß, blau oder hellgrün
Schwester = weiß, blau oder hellgrün
Pfleger = weiß, blau oder hellgrün
Oberarzt = weiß, blau oder hellgrün
Putzfrau = weiß, blau, hellgrün oder magenta

Und jetzt zu Ihnen, Patient:
Über Sie wird gelästert, gelacht, man wird sie an ihr Bett ketten, und wenn man keine Lust auf Ihr Gejammer hat, dann gibt's einfach noch mal eine Spritze. Das, was Sie da gerade anhaben, das nennt man hier Nachthemd. Designerstück. Jedes einzelne ein "one-of-a-kind-Teil". Sie sind hier der Irre, weil Sie z.B. nach einem Schmerzmittel fragen und das auch noch innerhalb von einer Stunde bekommen wollen. Also sowieso, nicht so viel jammern, und nicht so oft auf die Klingel drücken.

Aber es gibt auch ganz nette Sachen im Krankenhaus: z.B. der Feigensaft zum abführen, der so lecker schmeckt, oder Oliver, der Physiotherapeut...

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Adventskalender 16. Tuerchen

Frage: Stellen Krankenhausbetten mit ihrer komplizierten Kopfteil-Fussteil-hoch-runter-Verstelltechnik eine Gefahrenquelle dar?

Antwort Experte (Pflegepersonal): Vor einen paar Jahrenhat das mal ganz schoen Furore gemacht. Inzwischen hat sich eigentlich nichts an den Sicherheitsmassnahmen geaendert, deshalb ist das Problem noch existent, es interessiert sich bloss keiner dafuer. Es gibt Prinzipiell zwei GEfahren: Braende an elektrischen Betten und Einklemmungen bei mechanischen. Gerade, wenn Omi Hebel und Knoepfe nicht so gewoehnt istund dann noch ein defekt vorliegt, kann es vorkommen, dass sich das Bett vertikal zusammenklappt. Es gab schon mehrere Todesfaelle deswegen, auch in unserer Klinik.

Premiumpatientin: *schluck*

Pfleger: Keine Sorge. Die Wahrscheinlichkeit bei einer Operation zu versterben, ist immer noch groesser.

Na dann.