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Dienstag, 27. April 2010

Krankomat-Live-Blog Teil 15: Nochmal Abschied von Oliver

Es war soweit. Premiumpatientin sollte verlegt werden. In dem Moment, wo der Pfleger ihr sagte, es sei jetzt soweit, und sie koennten sich auf den Weg zur anderen Station machen, trat Oliver durch die Tuer.
Premiumpatientin: "Oliver!"
Oliver:"Bin ich zu spaet?"
Premiumpatientin:"Ich fuerchte, ja..."
Oliver: "Naja, dann laufen wir einfach zusammen auf die neue Station, quasi als heutiges Training."

Der Zug aus den beiden Pflegekraefte, die Premiumpatientins Bett, auf dem Ihre Klamotten, Buecher, Zeitschriften, und was man sonst noch alles so braucht im Krankenhaus, gestapelt waren, schoben, Oliver und Premiumpatientin setzte sich in Bewegung. Es ging wenige Meter zum Fahrstuhl und nach einer kurzen Fahrt wenige Meter zu Premiumpatientins neuem Zimmer. Man kann also sagen, dass Premiumpatientins Physiotherapieprogramm fuer heute mehr als absolviert war.
Waehrend der Fahrt im Fahrstuhl machten Oliver und Premiumpatientin schamlos Witze ueber die Schwestern und tauschten bedeutungsvolle tiefemotionale Blicke aus.
In Premiumpatientins neuem Zimmer angekommen, starrten sie sich unschluessig an.

Oliver:"Ja...hm.."
Premiumpatientin:"Ja...hm..nun....Danke fuer alles."
Oliver winkte mit einem "Ach!" ab.
Premiumpatientin:"Nein, ehrlich. Ohne dich..."
Ein Pfleger platzt rein und schneidet ihr das Wort ab. "Ham was jetz oda wie?"
Oliver: "Ich besuch Dich mal!"
Premiumpatientin: "Das waer echt schoen."
Wieder ruderten beide mit den Armen, unschluessig, ob eine Umarmung schon angemessen war, mit Blick auf den Pfleger blieb es aber wieder nur beim Handschlag.
Dann verliess er das Ximmer und schloss die Tuer und war...weg. Einfach weg.

Freitag, 23. April 2010

Krankomat-Live-Blog Teil 13: Abschied von Oliver

Der Tag, an dem Premiumpatientin verlegt werden sollte, rueckte naeher. Die Station, auf die sie kommen sollte, sollte eine sein, wo man als Patient an weniger Maschinen angeschlossen ist und weniger Schlaeuche aus dem Bauch haengen hat. Das erzaehlte sie bei der taeglichen Physiotherapie-Stunde auch Oliver.

Premiumpatientin: "Duuu, Oliveeer..."
Oliver: "Ja?"
Premiumpatientin: "Ich werde morgen verlegt, auf die Station, wo man als Patient an weniger Maschinen angeschlossen ist und weniger Schlaeuche aus dem Bauch haengen hat."
Oliver: "Ehrlich? Das ist doch toll!"
Premiumpatientin (leicht verstoert):"Aehm, hm...ja. Aber dann koennen wir gar nicht mehr zusammen  Krankengymnastik machen."
Oliver: " Stimmt, das ist echt schade."
Premiumpatientin: "Ich hatte echt superviel Spass mit Dir."
Oliver:"Ja, mir hats auch tierisch Spass gemacht. Nicht nur, weil Du eine der Patienten bist, die sich wirklich wieder bewegen will."

Premiumpatientin wird ein bisschen rot und laechelt.

Oliver: "Sehen wir uns denn morgen nochmal?"
Premiumpatientin:"Ich weiss nicht, wann ich abgeholt werde. Vielleicht."
Oliver: "Ich schaue, dass ich Dich noch abfange."
Premiumpatientin: "Ansonsten..."
Oliver: " Ansonsten..."

Oliver und Premiumpatientin machen ein paar schuechterne, unbeholfene Ansaetze, sich zu umarmen, entscheiden sich dann aber doch sicherheitshalber fuer einen neutralen Handschlag und verabschieden sich mit einem ebenso neutralen "Machs gut".

Wird Premiumpatientin Oliver jemals wieder sehen?



Dienstag, 20. April 2010

Krankomat-Live-Blog Teil 10: Hand in Hand mit Oliver

Mau Mau hat Potential. So weit war Premiumpatientin mit Oliver gekommen. Nun hiess es, dieses Potential auszuschoepfen und alles in die richtigen Bahnen zu lenken.
Mithilfe non-direktiver, fokussierter Gespraechstechnik, konnte Premiumpatientin kombinieren, dass Oliver mit 95-prozentiger Sicherheit Single war. Diese Gewissheit verlief jedoch antiproportional zur vergehenden Zeit. Man weiss ja nie, was kommt. Doch allzu pessimistisch war Premiumpatientin nicht. Denn der Rest klappte fast wie von selbst. Oliver und sie bloedelten gemeinsam rum, entdeckten ihre gemeinsame Liebe fuer Kellog's Produkte und sangen zusammen das Coco Pops-Werbelied aus den fruehen Neunzigern.
Hand in Hand gingen sie taeglich ueber den Stationsflur...na gut, sie schlich eher und er stuetzte sie bei ihren taeglichen Laufuebungen. Aber wenigstens war der Koerperkontakt schon mal da...naja fast, schliesslich trugen beide aus hygienischen Gruenden Plastikhandschuhe. Aber immerhin.

Eines Tages kam der Arzt zu Premiumpatientin.
"Sie werden auf eine andere Station verlegt, Premiumpatientin", sagte er. "Okay", sagte Premiumpatientin, denn wirklich verliebt war sie in die Spezialstation, auf der sie gerade lag, nicht unbedingt. Der Arzt meinte noch: "Neue Aerzte, neue Schwestern, neuer Physiotherapeut...so ne Veraenderung tut Ihnen bestimmt ganz gut."
NEUER PHYSIOTHERAPEUT?
So weit waren Oliver und Premiumpatientin einfach noch nicht. Eine junge Liebe zerstoert, bevor sie ueberhaupt beginnen konnte?

Mittwoch, 14. April 2010

Krankomat-Live-Blog Teil 7: Mit Oliver auf der Bettkante

Heute geht es um Oliver, den Physiotherapeuten, in den sich Premiumpatientin ein wenig verknallt hat. Manche Patienten, zum Beispiel die, die eine grosse Operation hinter sich haben und die, die lange liegen mussten, muessen mithilfe der Physiotherapie quasi neu laufen lernen. Die einzelnen Lektionen sind dabei:
1. auf der Bettkante sitzen
2. aufstehen
3. im Sessel sitzen
4. den Gang runterlaufen
5. Treppen steigen
Natuerlich immer mit Hilfe des Physiotherapeuten. Wenn man die fuenf Punkte ohne gross rumzuschwanken absolviert hat, dann ist man auf sich allein gestellt.
Oliver hat eigentlich schon alles mit Premiumpatientin geuebt, und sie hat mehr oder weniger gut abgeschnitten, aber anstatt sie auf ihrn wackligen Beinchen in die Welt hinauszulassen, uebt er immer weiter mit ihr. Kann ja nicht schaden.
Das eine Mal, Premiumpatientin hatte ihre Physiotherapie-Stunde schon hinter sich, schaute ploetzlich Oliver durch die offene Tuer.

Oliver: Hey, was machst Du?
Premiumpatientin: Mir is voll langweilig.
Oliver: Hast Du Karten?
Premiumpatientin: Na klar!

Premiumpatientin setzte sich ordnungsgemaess auf die Bettkante (da gibts naemlich bestimmte Regeln, mit erst auf die Seite rollen und mit der rechten Hand abstuetzen und so weiter), Oliver setzt sich dazu, und sie spielen Mau-Mau. Nach drei Spielen (Premiumpatientin hat hoffnungslos verloren) schreit jemand vom Gang her: "Oliver! Wo bist Du denn? Kannst Du endlich mal Herrn Schneider ausm Bett holen?"
Oliver entschuldigt sich, verspricht Premiumpatientin eine Revange und verlaesst das Zimmer.
Premiumpatientin laechelt uebers ganze Gesicht. Und laechelt weiter, den ganzen Tag. "Mau-Mau hat Potential", denkt sie, "Mau-Mau hat Potential."

Donnerstag, 28. Januar 2010

Krankomat Live-Blog Teil 2: Langeweile

Ja, als Patient ist es todlangweilig im Krankenhaus. Todlangweilig. Premiumpatientin verrät heute, wie es unerträglich wird. Sie brauchen:

1. Eine Schwester, die darauf besteht, laut einen lokalen Privatsender zu hören. Die Hits sind hier: "Time of my Life", "Strong Arms" und "Mandy". Mitsingen - keine Frage. Premiumpatientin hat Kopfschmerzen...

2. Dann eine Schwester, die fragt ob Premiumspatientins Vater, der sie besucht, ihr Ehemann ist. (Übrigens fast so schlimm, wie der Pfleger, der ihre Freundin Anna P., die drei Jahre älter ist als sie, die Frage stellt: "Und, Sie sind die Tochter?")

3. Kein Besuch von Superdoc!!! Obwohl der ja wissen müsste, dass Premiumpatientin da ist. Pffff....

Heute also erst mal zwischen "Strong Arms" und "Mandy" eine Radioreportage gehört. Es geht um Morbus Crohn. Morbus Crohn bei Pferden. War Radiojournalismus immer so schlecht? Oder wollte der Chefredakteur einfach mal auf das Problem aufmerksam machen?

Dann passiert aber doch noch was gutes: Physiotherapeut Oliver kommt vorbei. Wahrscheinlich die beste Stunde des Tages. Und frisch gewaschene Haare hat Premiumpatientin auch. Vielleicht sollte sie mal Anna P. fragen. Die hat nämlich auch gerade einen Physiotherapeuten zum Freund. Und das scheint zu funktionieren. Man denkt nämlich schon ans Zusammenziehen. Allerdings auch, weil Anna ihre Mitbewohnerin dringend loswerden will.