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Montag, 18. Januar 2010

Eine wahre Liebesgeschichte Teil 7

Sie versucht, sich aufzurappeln, doch wieder rutscht sie aus. Der Unbekannte ist jetzt ganz nah. Er bleibt stehen und beugt sich bedrohlich ueber sie.
"Premiumpatientin?"
"Haeh?"
Premiumpatientin stutzt, rappelt sich auf und schaut schaut unglaeubig in das Gesicht des Unbekannten.
"Superdoc?" fragt sie unglaeublich.
Superdoc hilft ihr auf. Bloederweise ist sie genau in eine Pfuetze gefallen, und jetzt ist sie ueber und ueber mit nassem Dreck bedeckt.
"Was passiert?" fragt Superdoc.
"Nee, alles super."
"Was tun Sie hier? Waren Sie etwa schon wieder in der Notaufnahme?"
"Nein, mir gehts gut."
"Was machen Sie dann um diese Zeit hier?"
"Hm...Aehh...hmm", stottert Premiumpatientin, denn eigentlich soll Superdoc als Internist nicht wissen, dass sie mit einem Chirurgen schlaeft (Chrirurgen und Internisten sind so ein Thema fuer sich. Oder vielleicht auch zwei.)
"Doch, ja, Notaufnahme, genau. Ich..aehm..ich brauchte... Tabletten! Genau! Weil mir das Antibiotikum, was ich gerade nehmen soll, in Dreck gefallen ist. Da brauchte ich neues. Genau, ja, so wars."
"Ooooch, Mensch", antwortet Superdoc, der sich wahrscheinlich in diesem Moment ueberlegt, ob Premiumpatientin einen Vollknall hat, oder ob sie einfach nur sehr ungeschickt ist. Zum Glueck passt die Geschichte ganz gut dazu, dass sie selber noch bis vor ein paar Minuten im Dreck lag.
"Gehen Sie zum Bus?" fragt Premiumpatientin.
"Nein, mein Auto steht dahinten."
Premiumpatientin schaut so, als ob sie gleich anfaengt zu heulen. Superdoc denkt an seine in Dreck gehuellte Patientin und seine schoenen Ledersitze.
Er seufzt. "Soll ich Sie nach hause bringen?" sagt er leicht gequaelt.
"Oh, das ist wirklich supernett von Ihnen, Superdoc!" Premiumpatientin grinst ihn an.
Wenig spaeter  liegt Premiumpatientin in ihrem warmen, weichen Bett und schlaeft.


Zwischen Siegfried und Premiumpatientin ist erstmal Funkstille. Eigentlich findet sie es schon am naechsten Tag gar nicht mehr so schlimm, dass sie mit Siegfried in einem Zimmer war, dass irgend so ein bloeder Chirurg mal Abschleppzimmer genannt hat. Besonders, nachdem sie durch weiteres Nachfragen bei den Aerzten und Schwestern (Schwestern sind mitunter ja sehr redselig) herausgefunden hat, dass es nicht wirklich das Zimmer ist, wo Aerzte ihre Patientinnen hin abschleppen, sondern eher das Zimmer, wo Professoren die Studentinnen hin abschleppen. Also fallen Siegfried und sie ja gar nicht in das Schema. Nichtsdestotrotz macht es Premiumpatientin Freude, den armen Siegfried ein bisschen hinzuhalten. Er ruft auch oefter an, aber sie drueckt ihn konsequent weg.
Da Premiumpatientin aber eigentlich vor Liebe fuer Siegfried innerlich brennt, haelt sie dieses Verhaltensschema genau fuenf Tage durch. Natuerlich weiss sie, wann Siegfried Dienst hat, deshalb will sie ihn dann von der Arbeit abholen. In der Klinik angekommen, fragt sie gleich den erst besten Chirurgen, wo er denn stecken koennte.
"Der ist gerade in der fuenf", sagt der und zeigt auf ein Behandlungszimmer (NICHT das Abschleppzimmer). "Geh doch einfach kurz rein, damit er weiss, dass du da bist."
Gesagt, getan. Premiumpatientin klopft, oefnnet die Tuer und steckt ihren Kopf hindurch. Und bleibt wie erstarrt stehen. Ein kalter Schauer laeuft ihr ueber den Ruecken. Denn alles, wirklich alles haette sie erwartet hinter diese Tuer zu sehen, nur nicht das...


So ging die Geschichte los und das ist beim letzten Mal passiert.

Samstag, 16. Januar 2010

Eine wahre Liebesgeschichte Teil 6

"Wart mal", sagt Premiumpatientin zu Siegfried, "ich hab da was gehoert."
"Haeh?"
Und ploetzlich wird die Tuer aufgerissen.
Notduerftig greift Premiumpatientin zu ihrer Bluse, die an einem Stuhl haengt und haelt sie vor ihren Oberkoerper. Siegfried schnappt sich das naechste, was er finden kann - einer von Premiumpatientins Finnougristik-Ordnern - und bedeckt damit schnell seine entbloessten Weichteile.
"Lassense sich von mir nicht stoern", sagt die Putzfrau, die inzwischen eingetreten ist und unbehelligt den Boden wischt. "Ick seh das hier jeden Tag, wir nennen den Raum hier ja nich umsonst das Abschleppzimmer."
"Das Abschleppzimmer?" ruft Premiumpatientin erbost. "Du brigst mich in das Abschleppzimmer?"
"Aehm..", stottert Siegfried.
"Manche nennens auch einfach nur den Puff", sagt die Putzfrau und wischt in aller Ruhe weiter.
"DEN PUFF?"
"Ach, Premiumpatientin, der Iwan Kolinski von Station 32b hat gesagt, hier haette man seine Ruhe."
"Viel Spass noch, Kinners", ruft die Putzfrau und verlaesst den Raum.
"Mensch, Siegfried", sagt Premiumpatientin. "Ich glaub, ich geh jetzt lieber."
Sie packt ihre Sachen zusammen und zieht sich schnell an. Siegfried steht immer noch hilflos im Raum und weiss nicht, was er sagen soll. Premiumpatientin nimmt ihm den Finnougristik-Ordner aus der Hand und geht.
Es ist mitten in der Nacht und Premiumpatientin ist auf dem Weg nach hause. Normalerweise braucht sie nur fuenfzehn Minuten nach hause, aber leider fahren die Bahnen nicht mehr. Das Krankenhaus liegt auch in einer nicht allzu guten Gegend, sie selbst wurde nur ein paar Strassen entfernt einmal ueberfallen, und es ist auch nicht solange her, dass sie am nahegelegenen Bahnhof eine Schiesserei mitbekommen hat. Fuer einen Moment ueberlegt Premiumpatientin, ein Taxi zu nehmen. Aber fuer den Idioten geb ich jetzt bestimmt nicht noch Geld fuer ein Taxi aus, denkt sie. Also macht sie sich auf den Weg zur naechsten Bushaltestelle. Ploetzlich hoert sie hinter sich Schritte, die immer naeher kommen. Sie dreht sich kurz um und erhascht den Blick auf eine grosse, dunkle Gestalt. Sie laeuft etwas schneller, doch der Unbekannte haelt Schritt. Ploetzlich stolpert sie ueber einen Ast auf dem Buergersteig und faellt der Laenge nach hin. Sie versucht, aich aufzurappeln, doch wieder rutscht sie aus. Der Unbekannte ist jetzt ganz nah. Er bleibt stehen und beugt sich bedrohlich ueber sie...


Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5

Freitag, 15. Januar 2010

Eine wahre Liebesgeschichte Teil 5

"Leider habe ich sehr schlechte Nachrichten fuer sie. Sie muessen jetzt sehr stark sein", sagt der Arzt. Premiumpatientin wird ganz komisch im Magen. Ihr Herz puckert. Die anderen Patienten im Wartezimmer gucken verstoert-neugierig.
Der Arzt raeuspert sich.
"Sie haben einen aeusserst bedrohlichen Herzfehler."
"Was heisst das?" fragt Premiumpatientin mit zitternder Stimme.
"Sie haben ein gebrochenes Herz. Es gibt nur eine einzige Therapie, die zur Heilung fuehrt. Das ist diese hier", sagt der Arzt, beugt sich zu ihr herunter und kuesst Sie auf den Mund.
"Sie entschuldigen mich", sagt Siegfried zu den umsitzenden Patienten, die jetzt schockiert-verwirrt gucken, "wir muessen die Therapie der Patientin jetzt an einem anderen Ort vertiefen."
Siegfried zieht Premiumpatientin aus dem Wartezimmer und wartet bis sie ausser Reichweite sind. Er will sie weiter kuessen, jedoch hat Premiumpatientin bereits einen hysterischen Lachkrampf, so dass sich das mit dem Kuessen ziemlich schwierig gestaltet.
Als Premiumpatientin sich wieder einkriegt, sagt Siegfried: "Ich hab jetzt Schluss. Gehen wir zu Dir ode zu mir?"
Immer wieder besucht Premiumpatientin Siegfried im Krankenhaus. Manchmal auch, wenn er Nachtschicht hat, dann wartet sie, bis er mal nichts zu tun hat. Manchmal lohnt sich das richtig, manchmal haben die beiden nur zwei Mal fuenf Minuten zusammen. In der Zwischenzeit sitzt Premiumpatientin dann in einem leeren Behandlungszimmer, zu dem Siegfried ihr Zugang verschafft hat, und lernt Koptologie und finnische Syntax. So genau darf das aber keiner wissen, denn ganz okay faende Siegfrieds Chef das nicht.
In dieser Nacht ist mal wieder soweit. Premiumpatientin uebt gerade Konsekutivsaetze und Futur II. Die Tuer geht auf und Siegfried steht da.
"Es ist alles ruhig draussen", sagt er. "Wir haben ein bisschen Zeit fuer uns."
Mit einer schwungvollen Handbewegung wischt Premiumpatientin ihre Ordner vom Schreibtisch und Siegfried zieht seinen OP-Kittel ueber den Kopf. Wie es weiter geht, koennt ihr euch ja vorstellen, wenn ihr das wollt. Premiumpatientin hat wahrscheinlich am unromantischsten Ort der Welt Sex, aber sie hat eh nicht so einen Sinn fuer Romantik. Ploetzlich hoert sie ein Knarren vom Gang.
"Wart mal", sagt sie zu Siegfried, "ich hab da was gehoert."
"Haeh?"
Und ploetzlich wird die Tuer aufgerissen.

Teil 1
Teil 2
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