Dienstag, 22. Dezember 2009

Adventskalender 22. bis 24. Tuerchen: Ein Liebesbrief


Liebste, beste, tollste Blogleser,

Der Krankomat geht in die wohl verdiente Weihnachtspause.  Weiter gehts im Neuen Jahr mit mehr spannenden Geschichten aus dem Krankenhaus und sonstwoher. Aus meinem skurrilen Leben halt.


Ein kleiner Vorgeschmack aufs neue Jahr:


Geplant ist eine neue Serie namens "Ja, ich habe...Gestaendnisse einer Patientin". Ausserdem gibt es eine weitere Folge der Patiententypologie und meine wahre Liebesgeschichte wird natuerlich weitererzaehlt. Wenn die fertig ist, kommt dann die zweite wahre Liebesgeschichte in meinem Leben. Oder vielleicht auch parallel. Mal schaun. Es wird im Januar mindestens einen etwas ernsteren Beitrag geben (Stichwort The Editors); weitere Themen sind Laeuse, Floehe, der Partydoc, mehr facharztspezifische Reaktionen und eine naehere Beleuchtung meiner Lieblingspatienten, der Hypochonder. Ausserdem hat der Adventskalender laengst nicht alle Fragen, die es gab, beantwortet. Das werde ich also natuerlich auch weiter verfolgen.


Nun noch die letzten Suchbegriffe fuer Krankomat (einfach, weil sie teilweise so schoen zu Weihnachten passen und deshalb im Januar voellig fehl am Platze waeren):


Weihnachten im krankenhaus für patienten zum vorlesen Hm, der Krankomat vielleicht? Oder ist der zu abschreckend?


was kann man verschenken bei einem patienten mit hals op Einen Schal? Rollkragenpulli?


witz + anästhesist + selbstmord hab ich jetzt selbst mal bei google gesucht. Ich hab einen Witz mit nem toten Anaesthesisten im Aufzug gefunden.  Entweder sind Arztwitze per se nicht lustig, oder ich versteh sie einfach nicht.


pinnwand bild bierflasche Ich glaube, die Idee, sich ein Bild von einer Bierflasche an die Pinnwand zu heften, soll motivierend wirken. Ja, gleich ist Feierabend, gleich krieg ich meine Bierflasche! Kleiner Tipp: Wenn Ehefrau/-mann mal auf der Arbeit vorbeischaut, Bierflaschenbild gegen Hochzeitsfoto austauschen. Und ihr/ihm erzaehlen, dass sie/er die einzige Motivation fuer die Arbeit ist. Aber, mal ganz nebenbei, lieber Bierflaschenbildsucher, was willst du auf Krankomat?


chirurgen vs ärzte Diese Suchanfrage kommt bestimmt von einem Internisten. Wer sonst denkt denn, dass Chirurgen keine Aerzte sind?


emo für pinnwand Gibts sowas? Wenn ja, wo? Und vor allem, wofuer?


bei fernsehn immer wieder einnicken Sollte man das Fernsehprogramm einfach spannender machen, oder eine Pille gegen das einnicken entwickeln?


 


Noch ein paar persoenliche Worte: Danke fuers Lesen, fuers Kommentieren, fuers hoch in den Himmel Loben, fuers toll Finden, fuers bloed finden, fuers nichtgelangweilt Sein, fuers Kritisieren, fuers Weiterempfehlen, fuers Inspirieren und natuerlich fuers Klicken (besonders an die ziemlich vielen Surfer, die ernsthaft auf www.mit-mandalas-gegen-klrexytchtxeratorose.de klicken - ueber euch koennte ich mich echt permanent amuesieren). 
Aus meiner Statistikauswertung weiss ich, dass mindestens eine Person aus dem Krankenhaus meines Vertrauens diesen Blog liest. Ich hoffe, Du erkennst weder mich noch Dich wieder. 
Dann gibt es eine Person vom Georg-Thieme-Verlag, die hier ab und an vorbeischaut. Das sind die mit den sauteuren hellblau-dunkelblau-weissen Buechern ueber Medizin und so Kram. An Dich sei Folgendes gerichtet: Wollt ihr das Krankomatbuch verlegen? Ich weiss, es ist nicht so wissenschaftlich, wie der Kram, den ihr sonst so rausbringt, aber wir koennten es genauso teuer machen (dachte so an die 169 Euro), und wir koennten es als Pflichtlektuere fuer angehende Aerzte verkaufen. Die Medizinstudenten sind ja eh so dumm, die glauben das bestimmt. Bitte melde dich unter premiumpatientin (att) gmail.com.
Ein letzter Dank geht an alle Co-Blogger, vor allem an meinen Blogtorvater Monsterdoc, der mir stets mit weisem Rat zur Seite steht, und all jene, die den Krankomat vorgestellt haben und nur schoenes ueber ihn geschrieben haben. Nachzulesen zum Beispiel hier, hier und hier.


Auf ein neues Jahr Krankomat! Cheers!
Ausserdem noch schoene Weihnachten und so.


Bis bald,
Eure Premiumpatientin.

Grafiken: Thommy Weiss / pixelio.de

Montag, 21. Dezember 2009

Adventskalender 21. Tuerchen

Heute kommt die letzte Folge der beliebten Krankomat-Weihnachtsbastelstunde. Und wieder ein Last-Minute-Geschenke-Tipp: Die Original Krankomat-Ohrringe fuer die Frau von Welt.

1. Zuerst braucht man ein Stueck Draht und eine moeglichst farbige huebsche Tablettenkapsel. Den Draht spiesst man durch die Kapsel.










2. Jetzt formt man mit einer Rundzange eine Oese und kuerzt den Draht gegebenenfalls.











3. Nun braucht man einen sogenannten Fischhaken. Das ist sowas.












4. Die Oesen von Kapsel-Draht-Gebilde und Fischhaken miteinander verhaken. Und fertig ist der Ohrring. Es empfiehlt sich, auch noch einen zweiten zu machen.

Varianten: Mit dieser Methode kann man selbstverstaendlich auch Schluesselanhaenger, Broschen und Manschettenknoepfe herstellen. Besonders empfiehlt sich eine Schuckkollektion aus Ohrringen, Armband und Kette. Viel Spass beim Verschenken.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Adventskalender 20. Tuerchen

Endspurt im Weihnachtsgeschenke besorgen, basteln und bestellen. Deshalb hat sich Premiumpatientin was besonderes zum Wochenende hin ausgedacht, und beantwortet damit die Frage nach huebschen und individuellen Geschenken fuer die Lieben.

Ja, es wird wieder gebacken.
1. Plaetzchenteig herstellen wie beim Chirurgenkeks. Also: 500g Mehl, 250g Butter, 125g Zucker und ein Ei verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Dazu packt Premiumpatientin diesmal, dmits schoen weihnachtlich schmeckt, noch ein bisschen Spekulatiusgewuerz. Das macht daraus zwar nicht automatisch Spekulatius (weil die sehen ganz anders aus), obwohl das Premiumpatientins Mutter steif und fest behauptet, aber schmecken tuts trotzdem. Dann den Teig eine Stunde kuehl stellen, angeblich, weil dann die Butter wieder fester wird, der Teig dann weniger klebt und sich somit besser verarbeiten lässt (Gruss an Benedicta btw).


2. Jetzt Teig ausrollen und weihnachtliche Motive ausstechen. Hier: Sterne. In den Ofen bei 180 Grad, so 10 Minuten. Rausholen und abkuehlen lassen. Vielleicht mal einen kosten. Die von Premiumpatientin schmecken ziemlich eklig. Wahrscheinlich zuviel von dem Spekulatiusgewuerz. Also, bitte sparsam verwenden. Falls das jetzt nicht zu spaet kommt. Naja, die Dinger sind ja eh zum Verschenken.


3. Jetzt wirds interessant: Zuckerguss aus Zitronensaft und Puderzucker anruehren. Keine Ahnung, wie das Verhaeltnis ist. Steht aber fuer alle Nachahmer bestimmt irgendwo im Internet. Plaetzchen einzeln damit bestreichen

4. Bevor der Zuckerguss trocken ist, die Hausapotheke pluendern. Alles was nicht mehr gebraucht wird, und bestenfalls schoen bunt ist, auf die Plaetzchen kleben.

Dabei sollte man genau auf die Beduerfnisse der zu Beschenkenden eingehen. Zum Beispiel:










A Das Antidepressiva-Plaetzchen fuer den suizid-gefaehrdeten Onkel







B Der Schmerzmittelcocktail-Keks fuer Oma, die immer ueber ihren Ruecken klagt, und ihre Huefte und sowieso alles










C Das Antibiotika-Plaetzchen fuer die permanent erkaeltete Schwester










D Der Ritalinkeks fuer den definitiv ADS-geschaedigten Neffen (seine Eltern schwoeren allerdings auf Naturheilmittel - so ein Quatsch)








E Das Morphiumplaetzchen fuer den Junkie-Cousin










F Und schliesslich der Schlafmittel-Cookie fuer Opa, der am Weihnachtsabend bis spaet in die Nacht extrem langatmige Geschichten erzaehlt, die niemand hoeren will. Nicht sparsam dosieren.


Viel Spass beim Nachbacken.